Leben mit dem Asperger-Syndrom

Posted on 18. Januar 2013

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Cellesche Zeitung – Artikel vom 18.01.2013:

Anke Wiechmann ist Mutter einer 13-jährigen Autistin. Körperliche Nähe, Menschenmengen und unstrukturierte Tage machen dem Mädchen Angst. Ein gemeinsames Leben erfordert viel Kraft und Einsatz. Jetzt gründet Wiechmann einen Autismus-Verein. CZ-Mitarbeiter David Sarkar hat sich mit ihr unterhalten.

Frau Wiechmann, Ihre 13-jährige Tochter ist Autistin. Sie leidet unter dem Asperger-Syndrom. Ab wann war Ihnen klar, dass Ihr Kind anders ist?

Unsere Tochter war durch ihre angeborene Hochbegabung schon von Geburt an anders. Sie schlief wenig, konnte schon mit zehn Monaten einwandfrei laufen und sprach sehr früh. Sie konnte alles alleine. Doch sie war von Anfang an auch ängstlich und zurückhaltend anderen Menschen gegenüber. Mit vier Jahren kamen erstmals Panikattacken auf. Es folgte eine erste Psychotherapie, die nach knapp 50 Therapiestunden keine Besserung brachte. Mit der Testung auf Hochbegabung, da war sie sechs Jahre alt, kam erstmals der Hinweis auf autistische Züge. Doch erst mit zwölf Jahren wurde die erlösende Diagnose „Asperger-Syndrom“ gestellt.

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