Warum darf zwölf nicht zweizehn heißen?

Posted on 10. August 2012

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Frankfurter Allgemeine – Artikel vom 07.08.2012:

Asperger-Autisten haben es schwer, soziale Kontakte zu knüpfen. Dinge, die aus der Logik fallen, sind für sie unbegreiflich. Nach den Plänen der American Psychiatric Association soll es die Diagnose Asperger-Syndrom in der neuen Version des amerikanischen Klassifikationssystems nicht mehr geben.

Zwischen den sommerlich gekleideten Menschen, die vor dem Café unter bunten Sonnenschirmen sitzen, fällt Marcello Mazzon nicht auf. Weder seine Bewegungen oder sein Körperbau noch seine Mimik verraten, dass der großgewachsene Mann mit dem gestutzten Bart einen Schwerbehindertenausweis mit sich trägt. Seine Sprache, seine Kleidung, sein Auftreten – nichts an ihm wirkt auf den ersten Blick krank oder gar behindert. In welchem Bereich der Vierundzwanzigjährige eingeschränkt ist, merkt man erst, wenn man mit ihm ins Gespräch kommt, wenn man versucht, mit ihm über alltägliche Dinge, über seine Interessensgebiete oder seine Gefühle zu sprechen. Dann reagiert er verunsichert, weiß keine Antwort und bricht die Unterhaltung ab.

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Posted in: Asperger-Syndrom